Christian Thiel

  • Streit ist auch keine Lösung
  • Liebe ist, den Partner nicht so zu nehmen, wie er ist
  • Was glückliche Paare richtig machen
  • Wieso Frauen immer Sex wollen und Männer immer Kopfschmerzen haben
  • Suche einen für immer und ewig

In seinen Büchern finden Sie neben sehr fundierten Informationen jede Menge weiterführende und lesenswerte Literaturempfehlungen.

 

Christoph Joseph Ahlers

Ein sehr lesenswertes Buch zur menschlichen Sexualität. C.J. Ahlers betrachtet das Thema auf eine ungewohnte Art und Weise: Sex als intimste Form von Kommunikation, als intensive Möglichkeit, psychosoziale Grundbedürfnisse körperlich und seelisch zugleich zu erfüllen. 

 

Eilert Bartels

Gut recherchiert einen Mythos und alle Rollenbilder zerlegt! Und das ist wichtig. Denn um sich auf das Abenteuer des Liebe-Machens einzulassen, nutzt es nicht viel, Rollenbildern nachzulaufen, sondern mehr zu fühlen und allen Gefühlen Raum zu geben. Auch den negativen wie Misstrauen, Hass, Wut und ähnlichen. Eilert Bartels empfiehlt den Dreiklang: Eigenständigkeit, Eigenverantwortung und Handlungsspielraum. Ich übersetze das für mich wie folgt: Seinem eigenen Körper vertrauend, sich behutsam, achstam, ziellos und spielerisch miteinander von Moment zu Moment geniessend vortasten, um so sich selber und den geliebten Mitmenschen mit allen Facetten anzunehmen, zu geniessen und zu entdecken und alle dabei aufkommenden Gefühle willkommen zu heißen und ihnen ohne Scham und Angst gemeinsam ins Auge zu blicken. Wunderhübsch auch seine feinfühligen Beobachtungen in Richtung "Slowsex", die es in sich haben.

 

Yella und Samuel

Ganz achtsam und liebevoll schreiben Yella und Samuel wie Slow Sex geht. Schritt für Schritt - ohne Esoterik - sehr lesenswert. Einfach machen :-)

 

Eva Maria Zurhorst

Eva Maria und Wolfgang Zurhorst berichten persönlich, klar und einladend, wie und warum sie Soulsex dringend empfehlen. Das kann ich alles nachvollziehen und da ich Slow-Soul-Sex schon seit Jahren lebe und zufällig von selber drauf gekommen bin, kann ich als Mann sagen: Das lohnt sich! Endlich bei sich anzukommen und zu spüren, bei seiner Partnerin willkommen zu sein - das ist ein tolles Gefühl. Und diese neue Art von Sex ist keineswegs ein Gänseblümchensex, sondern unter der Prämisse "Nichts muss, alles kann" ist vieles möglich. Es ist für mich schlicht der Himmel auf Erden - Paradies jetzt und nicht später.


Aber ich habe auch Kritik:


1. Nichts gegen Esoterik, David Deida, Barry Long und geheime Glaubenssätze. Aber nicht nur so zu tun als ob es Plus- und Minuspole ( im Kapitel "Busenwunder" ab S. 242 beginnend) im weiblichen und männlichen Körper gäbe, sondern zu behaupten das dort "tatsächlich unsichtbar" Energie fließt ist mir zu esoterisch. Als Bild und Vorstellung vielleicht brauchbar, aber bitte nichts davon ist mit dem Begriff "tatsächlich" in Verbindung zu bringen. Mann und Frau betrachte ich als organisch sehr ähnlich und was sich da spüren läßt - wenn ich berühre oder berührt werde - ist keine Energie, sondern das sind Affekte (gem. Embodied Communication nach Maja Storch's Zürichers Ressourcenmodell) oder sogenannte Felt Senses (gem. Focusing von Eugene Gendlin, gut beschrieben im Buch von Klaus Renn: "Dein Körper sagt dir, wer du werden kannst".) Und diese Affekte und Felt Senses als Hilfsbegriffe benötigen keinen Gleich- oder Wechselstrom, der irgendwie fließt, sondern Achtsamkeit im Umgang mit dem eigenen und dem anderen Körper.


2. Ich kann nicht nachvollziehen, warum Frauen geradezu selbstverständlich empfohlen wird, Gleitmittel einzusetzen. Auf Seite 252 auch noch der Verweis auf Diana Richardson (Autorin von "Slow Sex"), die das grundsätzlich immer empfiehlt. Warum? Dann müssten ja auch Männer permanent Viagra schlucken, wenn sie Erektionsschwierigkeiten haben. Wenn Frau nicht feucht und empfänglich ist, dann fehlt kein Gleitmittel. Wie wäre es, sich mit diesem Grund bzw. den dahinter liegenden Gefühlen und Emotionen zu befassen und ihnen ungeschminkt ins Auge zu blicken? Frau muss doch nicht feucht werden genau so wenig wie Mann eine Erektion bekommen muss! Dass der Mann seinen nicht erigierten Penis in eine nicht natürlich feuchte Vagina geschoben bekommt, ist für mich fast schon Vergewaltigung und zwar für beide. Wenn es ohne Hilfsmittel und Unterstützung nicht geht, dann sehe ich das als Anlass, genauer nach den Ursachen zu fragen. An anderer Stelle des Buches (S. 265) steht dann sehr schön beschrieben, dass der Mann bei jedem noch so kleinen Widerstand in der Vagina innehalten soll. Wie soll ich als Mann aber bei einer gut eingeölten Vagina kleinste Widerstände spüren? Oder wie soll ich innehalten, wenn er reingeschoben wird? Das klingt irgendwie widersprüchlich.


3. Auf Seite 221 steht der Satz, der mich am meisten ärgert: "Der weibliche Körper braucht von Natur aus viel, viel länger, um warm zu werden, als der männliche." Zum Glück ist die Erregungskurve von Mann und Frau sehr ähnlich und mir ist aus eigener Erfahrung sehr wohl bekannt, dass Frau sehr schnell sein kann, wenn sie mag. Wenn Frau nicht so schnell ist, dann ist das kein Mangel, sondern ein klares Signal, das etwas nicht gefällt. Also sehr ähnlich der vaginalen Trockenheit, wie unter Punkt 2. Einfach hinspüren und Ursachenforschung betreiben. Bitte keinesfalls mit Gleitmittel nachhelfen!

Zusammenfassend ein Ja zum Soul-Sex und vielen, vielen Dank an die Zurhorsts für so viel Offenheit und Einblick in ihr persönliches Erleben. Ich wünsche mir mehr Menschen, welche sich davon anregen lassen und es einfach ausprobieren, alte Rollenbilder zu verlassen und mehr auf ihre Körpersignale zu achten.

Ich kann das Buch von Eva Maria Zurhorst gut empfehlen, wenn auch die Risiken und Nebenwirkungen beachtet werden, die Eilert Bartels in seinem Buch in Bezug auf Slow Sex äussert.

 

Maja Storch

  • Embodiment
    Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen

    Aufrichtigkeit und aufrechte Körperhaltung hängen eng miteinander zusammen. Gerade mir, als langjährigem Tänzer, gefallen die Gedanken von Frau Storch und anderen in diesem spannenden Buch über die Verbindung von Körper und Geist.
  • Embodied Comunication
    Kommunikation beginnt im Körper, nicht im Kopf

    Eine etwas andere Sicht auf die face-to-face-Kommunikation, die gerade im Zusammenhang mit der Tatsache, dass Sex die intimste Form der Kommunikation ist, zu spannenden Gedankenspielen und Körperübungen anregt. Der Kopf und das Gehirn sind übrigens auch Teile des Körpers. Selber gehe ich von einer untrennbaren Verbindung von Körper und Geist aus, wobei für mich immer gilt: Körper zuerst!

 

John Gottman

Hier hat jemand keine Meinung, sondern einfach gemessen. Und das über Jahrzehnte und bei tausenden von Paaren. Sehr hilfreiche Lektüre, um hinter das Geheimnis gelingender Partnerschaft zu gelangen.